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Welche Kosten entstehen, um öffentliche Verkehrsmittel mit dem Rollstuhl zu nutzen?

Gemäß § 145 SGB IX hat Anspruch auf unentgeltliche Beförderung im Nahverkehr:
  • Schwerbehinderte (Merkzeichen aG)
  • Hilflos (Merkzeichen H)
  • Gehörlose
Wenn: Eine Wertmarke für 60,-€ erstanden wurde. Auf Antrag kann der Betrag erlassen werden.
Gilt nur, wenn keine Steuerbefreiung für ein KFZ beantragt wurde.

Welche Kosten entstehen beim Behindertenfahrdienst?

Hier muß man sich informieren. Die Unterschiede sind sehr groß. Dem Erfindergeist sind kaum Grenzen gesetzt.

Die Spanne reicht von kostenloser Beförderung in einigen Kommunen bis zur Abrechnung ähnlich eines Taxis.

Die Hilfsorganisationen sind in diesem Zusammenhang nicht sehr spendabel. Die Kommunen überweisen (von unseren Steuergeldern) unterschiedliche Beträge um diese Fahrten durchführen zu können.

Man muß sich nur die Frage stellen, warum können einige Kommunen diesen Fahrdienst kostenlos anbieten?

Obwohl sie nicht als besonders reich gelten.

Umbau Privat-PKW

Der Umbau ist sehr Kostenintensiv.

Nur um einige Zahlen zu nennen:
- Schweksitz ca. 5000,-€
- Umbau um mit dem Rollstuhl in das Fahrzeug fahren zu können ca.25000,-€

Das sind natürlich nur Näherungswerte. Aber in dieser Größenordnung spielt sich die Sache ab. Sind weitere Umbauten notwendig, so kann dies um ein mehrfaches steigen.

Wer soll das bezahlen? Auch hier hängt es wieder vom Status ab. Am schlechtesten schneiden wieder Personen ab, welche Rente beziehen. Denn hier wird es problematisch.

Bei Schülern oder Arbeitnehmern gibt es Möglichkeiten, wie  zum Beispiel die Krankenkasse oder die Arbeitsagentur.

Die Kosten für den Umbau des Fahrzeugs können auch bei der Einkommensteuer berücksichtigt werden.


Wer bezahlt den Kraftknoten

Die Kosten für den Kraftknoten liegen zwischen 300,-€ und 500,-€.

Diese Kosten werden für schulpflichtige Kinder von den Krankenkassen übernommen. Siehe Urteil BSG vom November 2008.

Für berufstätige Rollstuhlfahrer sind Rentenversicherungsträger bzw. Arbeitsagenturen zuständig.

Für Rentner ist die Angelegenheit schwieriger. Aber versuchen sollte man es trotzdem.

Ansonsten werden die Kosten bei der Einkommensteuer berücksichtigt.



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